Kupferschmied Christine, Bern
vom 15.01.2006
Liebe Kollegen
Ich danke Ihnen für Ihr Schreiben bezüglich Zukunft des Journals. Da ich an der Forumsveranstaltung nicht werde teilnehmen können, möchte ich Ihnen kurz über meine persönlichen Erfahrungen mit dem Journal berichten.
Ich kam erstmals als Vorstandsmitglied des Psychoanalytischen Seminars Bern mit dem Journal in Berührung, als wir einige Exemplare von Nr. 43, 2004, « Vernetzung der Freudschen Linken » zur Ansicht erhielten. Vorher war ich — in meiner noch relativ kurzen psychoanalytischen Laufbahn — eher bernisch ausgerichtet, besassen wir doch damals noch unsere « Hauszeitschrift », das Rebus. Diese Journal-Nummer habe ich dann mit viel Interesse gelesen und konnte die Vielfalt und Originalität der verschiedenen Beiträge schätzen. Die nächste Begegnung war eine aktive, als ich meinen Forumsbeitrag für das Morgenthaler-Heft schrieb. Die Publikation im Rahmen des Forums bot mir die Gelegenheit, mein Anliegen schriftlich zu verfassen und mich in die Materie zu vertiefen. Dafür bin ich der Redaktion des Journals sehr dankbar. Eine solche Publikationsmöglichkeit erachte ich als äusserst wertvoll in unserer schweizerischen psychoanalytischen Landschaft, weil sie bei den hiesigen AnalytikerInnen kreative Prozesse anregt und unterstützt und diese Kreativität auch dokumentiert. Ich freue mich übrigens sehr, über all die Referate und Beiträge aus dem Kongress nun auch noch in schriftlicher Form zu verfügen.
Aus diesen Gründen fände ich es sehr schade, wenn es so etwas wie das « Journal » in Zukunft nicht mehr gäbe.
Eine kleine Anregung noch : Ich bin seit 1999 Mitglied des PSB, bin erstmals 2004 dem Journal begegnet. Könnte es eventuell an einer mangelnden Werbung Ihrerseits liegen ? Ich hab übrigens nach dem Kongress festgestellt, dass nicht alle Teilnehmenden die neue Nummer erhalten haben. Es wurde mir gesagt, dass man sich hätte einschreiben müssen, es schien aber unklar. War vielleicht auch hier die Werbung oder Information etwas zu diskret?
Wie Sie sehen, habe ich zuwenig Erfahrung mit dem Journal, um inhaltliche oder richtungsweisende Vorschläge zu machen. Ich hoffe aber, dass diese Angaben auch ein Stück des Puzzles sein können, wie das Journal ankommen kann.
Mit freundlichen Grüssen
Christine Kupferschmied