Aktuelle Ausgabe

Hemmung und Enthemmung

Radikalisierung, Populismus und Terror dominieren immer mehr die tägliche Berichterstattung und finden Eingang in die Kulturindustrie. Für Heft 60 des Journal für Psychoanalyse dienen «Hemmung und Enthemmung» als Heuristiken, um jene zeitgeschichtlichen Phänomene in den Blick zu nehmen, die uns aktuell (wieder) umgeben. So leiten in diese Ausgabe Beiträge aus psychoanalytisch orientierter Sozialforschungsperspektive zu gesellschaftlichen Hemmungs- und Enthemmungsprozessen in der politischen Rechten wie in der Mitte der Gesellschaft ein, begleitet von Reflexionen zum emanzipatorischen Potenzial der Psychoanalyse. Arbeiten zum Geschlechterdiskurs und zu Gewaltdarstellungen setzen die Auseinandersetzung kulturanalytisch fort, während theoriegeleitete Beiträge philosophischen und psychoanalytischen Begriffsbestimmungen zu Hemmung wie Enthemmung von der Antike bis zu Lacan nachgehen. Zum Abschluss wird die problematische Verschränkung von kultureller Fremdheit und Gewalt im psychotherapeutischen Verständigungsversuch reflektiert.

Veröffentlicht: 2019-10-23

Editorial

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Die Fachzeitschrift behandelt aktuelle Fragen aus Theorie und Praxis der Psychoanalyse und ihrer Institutionen. Das Heft erscheint jährlich und die einzelnen Nummern sind thematisch ausgerichtet. Seit 2016 ist das Journal online im Rahmen von HOPE – Hauptbibliothek Open Publishing Environment. Die Beiträge sind ab Ausgabe 55 mit Open Access kostenlos öffentlich zugänglich. Das Journal für Psychoanalyse kann aber auch beim Seismo Verlag abonniert werden; Einzelnummern sind ebenfalls beim Verlag sowie im Buchhandel erhältlich.

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