Über die Zeitschrift

Konzept

Das Journal für Psychoanalyse behandelt aktuelle Fragen aus Theorie und Praxis der Psychoanalyse und ihrer Institutionen. Das Heft wird vom Psychoanalytischen Seminar Zürich (PSZ) herausgegeben und erscheint jährlich in thematisch ausgerichteten Nummern.

Geschichte

Seit den späten 1970er-Jahren hat sich in Zürich das Psychoanalytische Seminar (PSZ) als basisdemokratisch selbstverwaltetes Institut etabliert, das eine institutionskritische Praxis der psychoanalytischen Ausbildung pflegt. Diese Charakteristik hat es sich, trotz veränderter Erfordernisse, die mit den jüngeren berufspolitischen Entwicklungen an das PSZ herangetragen wurden, bewahren können. Es entspricht gleichwohl Letzteren und bietet heute zusätzlich zur Ausbildung eine anerkannte formalisierte Weiterbildung in psychoanalytischer Psychotherapie an. Das Seminar hat zur Zeit ca. 420 Teilnehmer_innen. Es ist als Verein in demokratischer Selbstverwaltung organisiert. Die Teilnehmerversammlung bildet das Gremium, das über alle wichtigen Belange entscheidet.

Das PSZ ist einer der bedeutendsten Ausbildungsorte zum Erlernen der Freudschen Psychoanalyse in der Schweiz und zeichnet sich durch eine aktive Nachwuchsszene aus. Mit seinem basisdemokratischen Modell strahlt es auch in die Welt hinaus – das Bemühen um Gleichberechtigung und demokratisches Selbstverständnis, der Kampf gegen formelle und informelle Machtzentren, der unsere „institutionskritische Institution“ auszeichnet, ist einzigartig unter psychoanalytischen Ausbildungsinstituten.

Das PSZ hat eine Vielzahl von Initiativen und Gruppierungen hervorgebracht, in denen die wichtigsten Entwicklungen der internationalen psychoanalytischen Bewegung in theoretischer und praktischer Hinsicht abgebildet und weiter ausgearbeitet werden: Ethnopsychoanalyse, Kritische Psychoanalyse, Klein/Bion-Gruppe, Lacan-Seminar, Kinder-Psychoanalyse und Baby-Observation, Operative und Foulkes'sche Gruppentechnik etc.

Nur kurze Zeit nach dem Neubeginn des PSZ um 1977 fand sich eine Gruppe zusammen, die das Journal begründete. Die Zeitschrift vermittelt seit Beginn bis heute wesentliche Aspekte des institutionellen Lebens mit seinen vielen Diskussionen und Auseinandersetzungen, sowie des fortwährenden kritischen Nachdenkens über die Essentials der Profession in Theorie und Praxis. In den Anfängen eher eine institutionsinterne Plattform, bei der Profil und Qualität der Beiträge starken Schwankungen unterworfen waren, hat sich das Journal kontinuierlich erneuert und dabei verschiedene Phasen der Professionalisierung erlebt.

Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung geschah 2002, als das Journal sich einem Verlag anvertraute. Seither ist das Heft im ganzen deutschsprachigen Raum über den Buchhandel erhältlich und jede Nummer hat eine ISSN. Während der Zeit im Psychosozial erschien das Heft zweimal jährlich. Seit 2007 erscheint das Heft im Zürcher Seismo Verlag einmal jährlich.

Ebenfalls 2002 fiel der Entscheid, das Journal als Themenheft zu gestalten. Schwerpunkte sollten aus den aktuellen Diskussionen und Auseinandersetzungen am PSZ hervorgehen und die Vielfalt der im Seminar koexistierenden Ansätze wiederspiegeln. Jedes Thema wird ein Jahr zuvor durch einen Call for Papers angekündigt, so dass sich Teilnehmer des Seminars und Psychoanalytiker_innen aus dem deutschen Sprachraum mit Vorschlägen und Beiträgen äussern können. Die Zeitschrift soll aber auch wissenschaftlichen Anforderungen genügen. Zur Sicherstellung der qualitativen Auseinandersetzung werden jeweils ausgewiesene Fachleute zu den spezifischen Themen angefragt, deren Beiträge von Kolleg_innen kontrovers diskutiert werden. Die Journalgruppe ist dafür besorgt, dass auch jüngere Psychoanalytiker_innen für Beiträge angesprochen werden.

Die Qualität des Heftes wird weiter dadurch erhöht, dass die Artikel im Redaktionskollektiv sowohl fachlich beurteilt, wie auch stilistisch geglättet und in Rücksprache mit den Autoren druckfertig erstellt werden.

Als Zürcher Produkt enthält jedes Heft auch einen Forum-Teil, in dem Interna des PSZ publiziert werden. Hier finden sich Kurznachrichten und Diskussionsvoten (Leserbriefe), Buchbesprechungen, Kongresshinweise und Nachrufe.

Zürich, im April 2016
Die Redaktionsgruppe

Mediadaten

Hier finden Sie alle Informationen betreffend Inserate.

pdf

Mediadaten 2016

Verlag

Seismo Verlag
Sozialwissenschaften und Gesellschaftsfragen
Zähringerstrasse 26
CH-8001 Zürich
Telefon +41(0)44 261 10 94
Tel/Fax +41(0)44 251 11 94

Webseite:
http://www.seismoverlag.ch/

Mail:
buch@seismoverlag.ch
Seismo Verlag

Links

Psychoanalytisches Seminar Zürich, PSZ
www.psychoanalyse-zuerich.ch

Psychoanalytisches Seminar Bern
www.psychoanalyse-bern.ch

Psychoanalytisches Seminar Luzern
www.psychoanalyse-luzern.ch

Psychoanalytisches Seminar Basel
www.psychoanalyse-basel.ch

European Federation for Psychoanalytic Psychotherapie, EFPP
www.efpp.ch

Freud-Institut Zürich, FIZ

www.freud-institut.ch

Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie
www.agpolpsy.de

Arbeitsgemeinschaft Operative Gruppen, AGOG
www.agog.ch

Seminar für Gruppenanalyse Zürich, SGAZ
www.sgaz.ch

Stiftung für Psychotherapie und Psychoanalyse
www.psychoanalyse-stiftung.ch

Praxisgemeinschaft 4P
www.psychotherapie-4p.ch

Büro für Konfliktforschung in Entwicklungsländern
www.konfliktforschung.ch

Medizin im Text
www.medizin-im-text.de/blog