Über integrative Prozesse in der Psychoanalyse von Kindern und Jugendlichen

  • Daniel Bischof
Schlagworte: Kinderpsychoanalyse, Adoleszenz, Setting, Integration, projektive Identifizierung, Container, Gegenübertragung, Deutung

Abstract

Die Ausgangsfrage im nachfolgenden Artikel ist eigentlich: «Sollen und können Kinder und Jugendliche analysiert werden?» Diese Frage stand am Anfang der Kinderpsychoanalyse und ist auch heute noch aktuell. Anhand von einem kurzen historischen Rückblick auf die Anfänge und mit einem klinischen Beispiel soll gezeigt werden, dass der von Freud aus der Chemie entlehnte Begriff der «Analyse» nur den einen Teil desjenigen Prozesses beleuchtet, den wir als psychoanalytisch bezeichnen. Denn ebenso wichtig wie das Verstehen des in der Analyse präsentierten Materials ist die Frage, wie das, was analysiert worden ist, vom Patienten in kreativer Weise integriert werden kann. Dieser Prozess ist sowohl für Patient wie Analytiker höchst wechselvoll und manchmal nicht leicht zu ertragen. Im Fallbeispiel wird gezeigt wie beide Partner des analytischen Paares in sehr unterschiedliche, einander entgegengesetzte, seelische Organisationsformen gerieten und erst allmählich zu einer gewissen Klarheit über diejenigen Kräfte gelangten, die das Leiden des Patienten verursachten.

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Veröffentlicht
2009-12-01
Zitationsvorschlag
Bischof, D. (2009). Über integrative Prozesse in der Psychoanalyse von Kindern und Jugendlichen. Journal für Psychoanalyse, (50). Abgerufen von https://www.psychoanalyse-journal.ch/article/view/1191