Technik oder was? Ein Werkstattbericht zum Workshop über Morgenthalers »unausdrückliche Dialektik«

  • René Pomeranz
Schlagworte: Theorie der Technik, Emotionalität, szenisches Verstehen, Übertragung, dynamisches Unbewusstes, freie Assoziation, Befremden, Dekonstruktion

Abstract

Ausgehend von den Feststellungen in Buchbesprechungen zu Fritz Morgenthalers »Technik«, es hafte dieser etwas Rätselhaftes an, wurde am Morgenthaler-Kongress vom März 2005 ein Gruppenexperiment durchgeführt. Im Workshop sollte versucht werden, denkbare Antworten auf diese Rätsel zu erarbeiten. Die vom Workshop-Leiter vorgeschlagene These lautete, dass das Buch »Technik« nicht nur hinsichtlich seines Inhalts, sondern auch auf seine szenischen Aspekte hin zu interpretieren sei. Anhand spontaner Assoziationen in der Gruppe wurden Anhaltspunkte dafür erarbeitet, dass Morgenthaler in diesem Buch nicht nur eine »Theorie der Technik« entwickelt, sondern diese gleichzeitig, unter Einbezug von Übertragungsneigungen der LeserInnen, szenisch entfaltet. Es wird postuliert, dass dieses Vorgehen Morgenthalers nicht bloss einer persönlichen Vorliebe entspricht, sondern dem Gegenstand einer psychoanalytischen »Theorie der Technik«, dem unaufhörlichen und gegenseitigen Durchdringen von Bewusstem und Unbewusstem in der Beziehung zwischen den analytischen Partnern, mimetisch gerecht zu werden versucht.

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Veröffentlicht
2006-06-01
Zitationsvorschlag
Pomeranz, R. (2006). Technik oder was? Ein Werkstattbericht zum Workshop über Morgenthalers »unausdrückliche Dialektik«. Journal für Psychoanalyse, (45). Abgerufen von https://www.psychoanalyse-journal.ch/article/view/1271
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