Fremdkörper – Koreferat zu Rony Weissberg

  • Regula Schindler
Schlagworte: Fremdkörper Weiblichkeit, Gesetzmässigkeiten des Primärprozesses, Kastration Morgenthalersche Version, melancholische Resignation, Nicht-Verhältnis, phallisch-narzisstische Manie, »symbolische« Kastration

Abstract

Auf dem Hintergrund einer prägenden analytischen Begegnung mit Morgenthaler geht die Referentin dem Befremdlichen einer heutigen Lektüre des »Technik«-Buchs nach, und kommt zum Schluss, dass diesem Analytiker - dessen Idealisierung eines »guten« Primärprozesses gegenüber »schlechter« sekundärprozesshafter Abwehr von Rony.Weissberg ausgeführt wird - ein Begriff des Unbewussten im Sinn nicht nur Lacans, vielmehr Freuds, fehlt. Hie das triebhafte Es, da das Sprechen als Ich-Aktivität im Dienst der Abwehr: diese Spaltung macht Morgenthaler taub für das Mehrdeutige und Opake des Sprechens seiner Analysanden, sowie seiner eigenen, stets noch fesselnden Axiome zum psychoanalytischen Prozess. Diese Taubheit ist ein Aspekt der Ablehnung des Andern auf jenen Ebenen, die Lacan, ausgehend vom Feld der Sprache und des Sprechens, über den sozialen Körper bis hin zum anderen Geschlecht entfaltet hat. Am stärksten befremdet schliesslich Morgenthalers phallisch-narzisstische Abwehr des Fremdkörpers Frau. Fazit: Morgenthaler-Lacan: ein analytisches Nicht-Verhältnis.

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Veröffentlicht
2006-06-01
Zitationsvorschlag
Schindler, R. (2006). Fremdkörper – Koreferat zu Rony Weissberg. Journal für Psychoanalyse, (45). Abgerufen von https://www.psychoanalyse-journal.ch/article/view/1274
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