Selbst Gesponnenes: Wie einer durch Zu- und andere Fälle zum Analytiker wurde

  • Peter Passett
Schlagworte: Ausbildung, Auseinandersetzung mit und Aneignung von Wissen, Unterschiede analytischer Schulen, Verhältnis Theorie-Praxis, psychoanalytische Theorie und politische Überzeugung, Wahrheitsanspruch der Theorie, Schönheit und Wahrheit

Abstract

Der Autor diskutiert im Kontext seiner eigenen Analytikerbiografie Fragen der Ausbildung, der Lehranalyse, des persönlichen Stils von Analytikern, der Unterschiede zwischen verschiedenen Schulen so wie die Einwirkungen, welche solche Schulen auf die Freiheit des Denkens ausüben. Er problematisiert die weit verbreitete Annahme, gemäss der die Praxis eines Analytikers wesentlich von seinen theoretischen Vorstellungen geprägt sei, er postuliert, dass jeder Analytiker, die Psychoanalyse für sich selbst neu erfinden müsse und bejaht die offene Austragung von konflikthaften Differenzen unter Psychoanalytikern. Schliesslich stellt er die These auf, dass es letztlich nicht die Wahrheit verschiedener Theorien sei, über die man de facto streite und diskutiere, sondern deren ästhetischer Wert also ihre Schönheit. Die »Wahrheit« der Psychoanalyse sowohl in ihrer Theorie, wie in ihrer praktischen Anwendung bleibt gemäss dem Autor analog derjenigen der Kunst irreversibel subjektiv, nicht objektivierbar, und eben darin, so seine Behauptung, liege ihre einzigartige Bedeutung als Instrument für das Verständnis des Menschen und aller menschlichen Äusserungen. Sie erschliesse gerade jene hoch relevanten Bereiche des menschlichen psychischen Universums, die der objektivierenden Wissenschaft notwendig unzugänglich seien.

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Veröffentlicht
2004-06-01
Zitationsvorschlag
Passett, P. (2004). Selbst Gesponnenes: Wie einer durch Zu- und andere Fälle zum Analytiker wurde. Journal für Psychoanalyse, (42). Abgerufen von https://www.psychoanalyse-journal.ch/article/view/1334
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