“All we ever wanted was everything.” Zur Aktualität der Psychoanalyse als Gesellschaftskritik

Autor/innen

  • Valerie Schneider

DOI:

https://doi.org/10.18754/jfp.64.9

Schlagworte:

Aktualität von Psychoanalyse, Autoritärer Charakter, (Ent-)Subjektivierung, Neoliberalismus

Abstract

Über eine historische Verortung der Psychoanalyse im Zusam­menhang mit der Kritischen Theorie nähert sich der Beitrag der Frage nach der heutigen gesellschaftstheoretischen Relevanz der Psychoanalyse. Entlang der Ent­subjektivierungsthese der Kritischen Theorie und entgegen der Annahme, Psycho­analyse verliere aufgrund ihrer historischen Bedingtheit ihre Relevanz und ihren Wirkungsraum, soll hier Psychoanalyse als historisch­materialistisches, bewegliches und notwendiges Instrument zeitgenössischer Gesellschaftskritik diskutiert wer­den. Gerade in Hinblick auf die neoliberale Transformation der kapitalistischen Produktionsweise und den daraus resultierenden Anforderungen an die Subjekte wird der normative Anspruch der Psychoanalyse als kritischer Spiegel aktueller Verhältnisse immer wichtiger. Denn die für eine «gelungene» Individuation notwen­dige Herausbildung autonomer Subjektivität scheint innerhalb einer neoliberalen Subjektivierung, trotz der Erweiterung von Freiheitsspielräumen, kaum realisierbar zu sein.

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Veröffentlicht

2023-07-17

Zitationsvorschlag

Schneider, V. (2023). “All we ever wanted was everything.” Zur Aktualität der Psychoanalyse als Gesellschaftskritik. Journal für Psychoanalyse, (64), 111–126. https://doi.org/10.18754/jfp.64.9

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