Unter der Bürde der Handlungsmacht

Skizzen zu einer Fluchtforschung als Kritische Theorie des Subjekts

Autor/innen

  • Andreas Jensen

DOI:

https://doi.org/10.18754/jfp.64.10

Schlagworte:

Fluchtforschung, Psychoanalytische Sozialpsychologie, Duldung, Widerständigkeit, Handlungsmacht

Abstract

Der Beitrag soll das kritische Potential der psychoanalytischen Sozialpsychologie für die Fluchtforschung im Allgemeinen diskutieren und im Beson­deren auf eine Tendenz aktueller Debatten in diesem Feld aufmerksam machen, die den analytischen Fokus auf die Handlungsmacht von flüchtenden und geflüchteten Menschen richtet, dabei allerdings wichtige Momente von Subjektivität aus dem Blick verliert. Die Diskussion wird entlang des Zustands der Duldung geführt, in dem viele Geflüchtete in Deutschland und Österreich leben müssen. Hervorgehoben wird in die­sem Zusammenhang, dass die Duldung nicht nur als ein rechtlicher Status oder eine soziale und diskursive Praxis zu betrachten ist, auf die Betroffene handlungsmächtig reagieren könnten, sondern auch eine Wirklichkeit der Emotionen darstellt, die gedul­dete Menschen oft überwältigen und deren Ich massiv unter Druck setzen können.

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Veröffentlicht

2023-07-17

Zitationsvorschlag

Jensen, A. (2023). Unter der Bürde der Handlungsmacht: Skizzen zu einer Fluchtforschung als Kritische Theorie des Subjekts. Journal für Psychoanalyse, (64), 127–144. https://doi.org/10.18754/jfp.64.10

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Rubrik

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