Homophobie und Heterophobie – Schwierigkeiten unterschiedlicher psychosexueller Konstellationen des analytischen Paars

  • Lothar Schon
Schlagworte: Homophobie, Heterophobie, psychoanalytische Ausbildung, Bisexualität

Abstract

Der Autor untersucht Auswirkungen von Homophobie und Heterophobie in psychoanalytischen Behandlungen und Supervisionen aus der Perspektive des homosexuellen Analytikers. Anhand einiger Beispiele aus der Zeit während und nach seiner psychoanalytischen Ausbildung demonstriert er die Auswirkungen von Angst vor der psychosexuellen Andersartigkeit des jeweils anderen. Unter anderem betrachtet er die Hartnäckigkeit homophober und (komplementär) heterophober Reaktionen als Folge des jahrzehntelangen Ausschlusses offen homosexueller Menschen von der psychoanalytischen Ausbildung und damit aus der psychoanalytischen Gemeinschaft und ihren Diskursen. Die Öffnung und Liberalisierung der psychoanalytischen Institute gegenüber Homosexuellen eröffnet erst ganz allmählich die Möglichkeit des Austausches über und der Auseinandersetzung mit tiefsitzenden, oft unbewussten Ängsten und Vorurteilen, die aber erstaunlich wenig genutzt wird. Die vorliegende Arbeit möchte einen Beitrag leisten zu einer offenen und allmählich angstfreieren Auseinandersetzung mit Homophobie und Heterophobie in der Psychoanalyse.

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Veröffentlicht
2016-07-21
Zitationsvorschlag
Schon, L. (2016). Homophobie und Heterophobie – Schwierigkeiten unterschiedlicher psychosexueller Konstellationen des analytischen Paars. Journal für Psychoanalyse, (57). https://doi.org/10.18754/jfp.57.5