Die besondere Zeit der Therapie «Begehren des Analytikers» und «therapeutischer Akt» in der Sicht Lacans und der Lebensphänomenologie

  • Rolf Kühn
Schlagworte: Begehren des Analytikers, Lebensaffektion, therapeutischer Akt, Wissen/Wahrheit, Zeitlichkeit

Abstract

Die therapeutische Analyse vollzieht sich nicht nur in einer Räumlichkeit diesseits unmittelbarer lebensweltlicher Interessen, sondern vor allem auch in einer besonderen Zeit. Da der Patient oder Analysand das Ende dieses Prozesses bestimmt, handelt es sich um keine chronologische Zeit, sondern um einen plötzlichen «Übergang» (passe). Darin wird jedes Wissen um «Sein» und «Sinn» zugunsten einer nicht mehr ableitbaren «subjektiven Wahrheit» verlassen. Ein solcher Akt der Freisetzung setzt radikal phänomenologisch allerdings die dazu notwendige selbstaffektive Kraft des Lebens voraus, um einen solchen Akt überhaupt vollziehen zu können. Dies wird in der Auseinandersetzung mit Lacans Psychoanalyse diskutiert, um eine epistemologische Grundlage für den «therapeutischen Akt» zu erarbeiten.

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Autor/innen-Biografie

Rolf Kühn

Rolf Kühn, Univ.-Doz., Dr , 1944, Dozent für Philosophie in Wien, Beirut, Nizza, Lissabon, Louvain-la-Neuve; Leiter der «Forschungsstelle für jüngere französische Religionsphilosophie» Universität Freiburg/Br. sowie des «-Forschungskreises Lebensphänomenologie» Berlin, Colmar und Innsbruck; Lehrausbilder und Supervisor in Existenzanalyse (Association des Logothérapeutes Francophones – ALF). Publikationen https://www.theol.uni-freiburg.de

Veröffentlicht
2018-09-18
Zitationsvorschlag
Kühn, R. (2018). Die besondere Zeit der Therapie «Begehren des Analytikers» und «therapeutischer Akt» in der Sicht Lacans und der Lebensphänomenologie. Journal für Psychoanalyse, (59). https://doi.org/10.18754/jfp.59.15
Rubrik
Schwerpunkt