Selfies and Dronies. Zu Chancen und Gefährdungen der Dynamisierung des Selbst in virtuellen Welten

  • Rose Ehemann
Schlagworte: Selfies, Spiegelselbst, Dronies, virtuelle Welten, fluide Subjekte

Abstract

Die Phänomene Selfies und Dronies werden einer genaueren Betrachtung unterzogen und immanente Chancen und Gefährdungen aufgezeigt. Die für die Identitätsentwicklung massgebliche Spiegelungsfunktion, welche diesen egotechnischen Medien innewohnen, kann als eine wertvolle Errungenschaft für individuelle Erkenntnisprozesse gewertet werden. Als Kehrseite der Medaille können Suchtverhalten und andere psychiatrische Erkrankungen begünstigt werden. Aber auch andere Formen von virtuellen Selbstprojektionen und Neuverkörperlichungen in Form von Avataren und Cyborgs können, begleitet von sorgfältiger Handhabung in Therapie und Kunsttherapie, eingesetzt werden, um identitätsbildende Prozesse anzustossen und Selbstwahrnehmungsprozesse zu fördern.

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Autor/innen-Biografie

Rose Ehemann

Rose Ehemann, Dr., Direktorin der Ateliers Living Museum der Psychiatrie St. Gallen Nord in Wil, SG, Studium der Kunsttherapie und Kulturmanagement an den Universitäten Köln und Basel, mit verschiedenen Publikationen zu Virtual Reality und zu aktuellen Fragen der Kunsttherapie. Ausserdem veranstaltet sie regelmässig grössere Tagungen und Ausstellungen im Rahmen des Living Museums. Präsidentin des Living Museum Vereins Schweiz.

Veröffentlicht
2018-09-18
Zitationsvorschlag
Ehemann, R. (2018). Selfies and Dronies. Zu Chancen und Gefährdungen der Dynamisierung des Selbst in virtuellen Welten. Journal für Psychoanalyse, (59). https://doi.org/10.18754/jfp.59.5
Rubrik
Schwerpunkt