Dialektik der radikalen Enthemmung und autonomen Hemmung

Kulturgeschichtliche Gedankensplitter von Freud und seinen Schülern über den Kyniker Diogenes und den Marquis de Sade bis zu Michel Foucault und Robert Pfaller

  • Michael Pfister
Schlagworte: Kynismus, Autonomie, Selbstsorge, Realität und Fiktion

Abstract

Sigmund Freuds Arbeiten brechen inhaltlich wie sprachlich Hemmungen auf, reflektieren aber auch den Umstand, dass enthemmte Triebe Kultur und Zivilisation gefährden. Die Freud-Schüler Otto Gross und Wilhelm Reich suchen Auswege, um die Sexualität nicht unter das Joch der Sublimierung beugen zu müssen. Inwieweit und auf welche Weise das ungehemmte Ausleben von Sexualität ohne zerstörerische Nebeneffekte möglich sei, gehört zu den grossen Fragen der «sexuellen Revolution» der sechziger Jahre.

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Autor/innen-Biografie

Michael Pfister

Michael Pfister, Dr. phil., hat in Zürich Philosophie und Germanistik studiert. Er ist Lehrer für Philosophie und Deutsch an der Kantonsschule Zürich Nord, freier Moderator und Publizist. Zusammen mit Stefan Zweifel hat er eine zehnbändige Übersetzung von Marquis de Sade, «Justine und Juliette», herausgegeben und «Shades of Sade. Eine Einführung in das Denken des Marquis de Sade» verfasst. Er ist Vorstandsmitglied von «Entresol – Netzwerk für Wissenschaften der Psyche» und leitet mit Daniel Strassberg den Lehrgang Philosophie für Fachleute aus Medizin und Psychotherapie (CAS Universität Zürich).

Veröffentlicht
2019-10-22
Zitationsvorschlag
Pfister, M. (2019). Dialektik der radikalen Enthemmung und autonomen Hemmung. Journal für Psychoanalyse, (60), 78-102. https://doi.org/10.18754/jfp.60.6
Rubrik
Schwerpunkt