Corona – Kampf zwischen äusseren und inneren Realitäten

Autor/innen

  • Diana Pflichthofer

DOI:

https://doi.org/10.18754/jfp.62.13

Schlagworte:

Intermediärraum, Leugnung, Omnipotenzphantasien, Äquivalenzmodus, innere und äussere Realität

Abstract

Im Zentrum der Betrachtung von Innen und Aussen steht hier der Begriff des Spiels, das als Ausdruck der Phantasie ein Zwischenreich, den intermediären Raum schafft, in dem innere und äussere Realität zusammenfliessen. Die Fähigkeit dazu wird (früh erworben) als entscheidend angesehen, wenn es darum geht, widerstreitende, auch extrem kontroverse Positionen und Entwicklungen individuell und gesellschaftlich auszuhalten bzw. auch in positive Bewältigung münden zu lassen. Die Corona-Pandemie dient dabei als Agens wie als Reagens, indem sich daran exemplarisch zeigt, welche Stufen von Entwicklungen und Fehlentwicklungen beim Einzelnen und in einer scheinbar saturierten Gesellschaft erreicht werden können. Das Spektrum reicht von vorübergehend solidarischem Wohlfühlen im Verzicht bis zur pathologischen Hysterie in Frustrationsintoleranz und verletzten Omnipotenzphantasien, die sich in Protest, Wut, Hass entlädt. In jedem Falle handelt es sich um den Verlust des intermediären Raums, der Fähigkeit zum Spiel.

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Veröffentlicht

2021-07-01

Zitationsvorschlag

Pflichthofer, D. (2021). Corona – Kampf zwischen äusseren und inneren Realitäten. Journal für Psychoanalyse, (62), 199–215. https://doi.org/10.18754/jfp.62.13

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