Call for Papers

JOURNAL FÜR PSYCHOANALYSE, Heft 61
«Psychoanalyse in Institutionen»

Call for Papers

Psychoanalyse und ihre Anwendungsformen der psychoanalytischen Psychotherapie werden in einer Vielfalt von Institutionen und Handlungsfeldern praktiziert. Wie verstehen wir unseren Auftrag, unsere spezifische psychoanalytische Kompetenz in Institutionen einzubringen, als Teil der Gesellschaft und als Teil des Gesundheitswesens? Welche Chancen bieten sich in unserer Arbeit, zur Weitergabe und Anwendung psychoanalytischer Techniken, der Haltung und des Menschenbildes beizutragen? Inwiefern ist es möglich, dabei auch gesellschaftskritische Institutionsanalyse mit einzubeziehen?
Wie kann psychoanalytisches Arbeiten in Institutionen gelingen unter dem ständig wachsen-den Druck von Wirtschaftlichkeit und Effizienz in der Gesundheitspolitik, von Diagnosemanualen und Wettbewerb der Therapieschulen? Welche Schwierigkeiten stellen sich für den Einzelnen, sich in Institutionen zu behaupten? Welche Konflikte und Grenzen zeigen sich in der praktischen Arbeit? Wenn verhaltenstherapeutische Schulen den Berufseinstieg mit klaren Handlungsanweisungen und Manualen erleichtern, wie können Vorzüge und Stärken psychoanalytischer Konzeptvielfalt und Methodik z.B. bei komplexen Fällen in der institutionellen Lehre und Weiterbildung vermittelt werden?


Mit diesem Schwerpunkt möchten wir in der 61. Ausgabe des JOURNAL FÜR PSYCHOANALYSE zu einer breit angelegten Diskussion über praktische Anwendungsfelder psychoanalytischen Arbeitens in Institutionen anregen. Wir gehen davon aus, dass Gelingen und Scheitern zur Praxis in sich ständig wandelnden Systemen gehören. Beides bietet Chancen zur Weiterentwicklung unserer Methoden und Theorien.
Wir möchten WeiterbildungsteilnehmerInnen ermutigen, ihre klinischen Erfahrungen als BerufseinsteigerInnen zu reflektieren, wie auch erfahrene KlinikerInnen und SupervisorInnen einladen, die Konzepte erarbeitet, Stationen oder ambulante Angebote aufgebaut und begleitet haben. Erwünscht sind neben Erfahrungsberichten auch Bezüge zu theoretischen Konzepten und Methoden, kritische Selbstreflexion oder die Reflexion von Supervision, Gruppentherapien und verschiedenen Settings.
Die Handlungsfelder können psychiatrische und psychotherapeutische Kliniken, Tageskliniken, Ambulatorien, Beratungsstellen und inhaltliche Schwerpunkte wie Kinder und Jugendliche, diagnosespezifische Angebote (z.B. Persönlichkeitsstörungen, Traumatherapie, Sucht), Psychotherapie im Alter oder Psychotherapie im Strafvollzug umfassen.


Für die Zusammenstellung eines ausgewogenen Themenhefts erbitten wir Themenvorschläge als Abstract (max. 2’000 Zeichen inkl. Leerzeichen) bis 31. März 2019 an:
journal@psychoanalyse-zuerich.ch.
Die Redaktionsgruppe behält sich vor, eine Auswahl zu treffen. Eingabefrist für Artikel ist der 31. Dezember 2019 (max. 40‘000 Zeichen inkl. Leerzeichen). Das Heft erscheint im Sommer 2020.

Weitere Informationen und die Schreibanleitung des Journals finden sich unter: https://www.psychoanalyse-journal.ch, «Informationen für AutorInnen».

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Call for Papers, Heft 61